
„Das war Leistung auf höchstem Niveau. Die jungen Erwachsenen haben Charakter und Leidenschaft gezeigt für das Team und ihren Sport“, kommentierte Co-Trainer Gergely Fülöp von Frosch Ägeri überglücklich den Spielmarathon am späten Samstagabend. Für die U-16 und U-14 Nachwuchswasserballer der Spiel- und Trainingsgemeinschaft von Aquastar und Frosch Ägeri begann das Abenteuer am Donnerstag im Heslibach.

Die U-16 Gladiatoren erkämpften sich am Donnerstagabend mit einer sensationellen Teamleistung ein 8:8 Unentschieden im Zürichsee-Derby. Horgen hatte sich zum Saisonauftakt massiv verstärkt. Keinem Team gelang es bisher dem aktuellen Tabellenführer Paroli zu bieten. Nach einem 2:0 Vorsprung verloren die Einheimischen kurz den Faden was die Pfnüselküstler nutzten für eine 2:4 Führung im ersten Viertel. Auch der zweite Spielabschnitt gehörte knapp den Gästen, bevor die emotionale Aufholjagt der Charakterspieler von der Goldküste startete. Mirakulöse Paraden des Torhüters und in Perfektion vorgetragenes Pressing ermöglichten Rushes auf das gegnerische Tor. Der Geräuschpegel auf den Rängen erreichte zwischendurch Höchstwerte – das Heslibach bebte. Den Schlusspunkt setzten die Gastgeber 28 Sekunden vor Schluss mit einer Bilderbuchkombination. Der Unparteiische Beat Staub beendete um 21:40 das Prestigeduell. Ein Zuschauer nach dem Spiel: „Emotional war das ein Sieg“, was die Stimmungslage perfekt zusammenfasste.
Die U-14 Spieler waren am Samstagvormittag zu Gast in Horgen. Die Gegner hiessen Horgen und Lugano. Zum Aufgalopp um 10:30 musste zuerst Horgen antraben. Am Anfang vermochten die Zimmerbergler noch mitzuhalten, bevor im 2. Viertel die Wasserfrösche die Gangart wechselten und zur Spielmitte bis 7:2 davonzogen. Die zweite Spielhälfte war geprägt von vielen Unterbrüchen und der Tatsache, dass die Wasserfrösche in den Spargang schalteten. An den Kräfteverhältnissen änderte das nichts. Ein robust kämpfendes Horgen muss sich mit 7:13 geschlagen geben.
Die Tinte auf dem Protokoll war noch nass, als nach weniger als 15 Minuten Pause mit Lugano Sharks der zweite Gegner zum Tanz aufgeboten wurde. Schiedsrichter Dean Suazo eröffnete die Partie um 11:45. Er hatte etwas mehr zu tun als im Eröffnungsspiel. Die Frühaufsteher aus dem Südtessin bekundeten Mühe mit dem Tempo und der Präzision der Vollblutwasserballer der Goldküste. Die Wassersterne dominierten im Wasser klar und gewinnen unbestritten gegen die Sonnenstuben-Sharks mit 4:9.

Auf der anderen Seeseite im heimischen Heslibach, gab Janos Halapi um 12:00 das Kräftemessen der U-16 gegen Nyon frei. Die 10:1 Führung nach drei Vierteln für die Gastgeber wurde nach einer technisch bedingten Pause im letzten Spielabschnitt auf die Probe gestellt. Wenige Minuten vor Spielende war die Konzentration auf einmal, wie weggeblasen. Die Wasserfrösche retteten einen immer noch deutlichen11:7 Sieg über die Ziellinie. „Wir haben viel gelernt aus dieser Begegnung und werden an den Erkenntnissen arbeiten“ kommentierte Co-Trainer Adam Ferenczy nach dem Spiel.
Den Schlusspunkt setzten am Samstagabend in Leimbach erneut die U-16 Lizenzierten. Der Unparteiische Benjamin Redder hatte mit den diszipliniert spielenden Teams keine Arbeit, ausser der korrekten Protokollierung der vielen Tore. Der Torreigen gegen die Stadtmannschaft aus Zürich wurde 15 Sekunden nach Spielbeginn eröffnet und endete eine Sekunde vor Spielschluss. Auf dem Totalisator leuchtet ein Auswärtssieg der Wassersterne von sage und schreibe 5:48 Toren.
Der Nachwuchs ist brillant positioniert rund 10 Wochen vor Saisonabschluss. Die U-12 und die U-14 sind Tabellenführer. Die U-16 ist auf dem 2. Rang und die U-18 hat sich nach dem Aufstieg in die A-Gruppe im vergangenen Sommer im Mittelfeld der Obergruppe platziert. Co-Trainer Laszlo Balzam relativiert: „Das ist der hoch verdiente Lohn für Leidenschaft, Teamgeist und Wille zur Präzision. Wir sind auf einem Weg mit vielen Herausforderungen und schönen Ausblicken. In den kommenden Wochen werden wir systematisch an den Defiziten arbeiten und selbstverständlich den Spass dabei nicht vergessen“.
